Sehenswürdigkeiten

Infos zu den Sehenswürdigkeiten von Wismar

Poeler Kogge lockt in den Alten Hafen von Wismar

Wer sich für historische Segelschiffe interessiert, genießt in den Ferienwohnungen im ehemaligen Getreidespeicher und dem Sozialgebäude am Alten Hafen in Wismar einen ganz besonderen Bonus. Dort liegt der 2004 vom Stapel gelaufene Nachbau der Poeler Kogge. Dabei handelt es sich um ein einmastiges Segelschiff aus dem Mittelalter, welches unter dem Namen „Wissemara“ dort ankert. Das Segelschiff wird für wissenschaftliche Zwecke genutzt, kann aber auch von Touristen besichtigt werden. Der Nachbau gehört mit steter Regelmäßigkeit zu den Windjammern, die sich zur Hanse Sail in Rostock einfinden.

Wissemara mit Sonnenuntergang in Wismar-IMG_9602. Foto: MV-Travel.de

Die Altstadt von Wismar ist ein Touristenmagnet in Mecklenburg-Vorpommern

Die historische Altstadt der Hanse-Metropole steht nicht umsonst unter dem Schutz der UNESCO. Hier gibt es unzählige historische Gebäude. Dazu gehört beispielsweise der Fürstenhof mit seiner im Renaissance-Stil errichteten Terrasse aus Backsteinen. Viele der dort verlegten Steine entstanden im 16. Jahrhundert in der Werkstatt des Terrakottabildhauers Statius von Düren.

Ein weiterer magischer Anziehungspunkt ist der Wismarer Markt, der sich mit einer Grundfläche von 10.000 Quadratmetern zu den größten Marktplätzen in der Nordhälfte Deutschlands zählt. Dort befindet sich mit der Wismarer Wasserkunst eines der Wahrzeichen der Hansestadt. Die Wismarer Wasserkunst basiert auf Entwürfen von Philipp Brandin und wurde nach dessen Tod zu Beginn des 17. Jahrhunderts von Heinrich Dammert umgesetzt. Die ursprünglich dazugehörigen Figuren von „Nix und Nixe“ können heute im Stadtmuseum bewundert werden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Wismarer Wasserkunst restauriert und ein wenig umgestaltet.

Wismar-Marktplatz. Foto: MV-Travel.de

Als das älteste Gebäude der Stadt gilt der „Alte Schwede“. Dabei handelt es sich um ein Bürgerhaus am Marktplatz, welches im späten 14. Jahrhundert errichtet wurde. Eine Besonderheit des Bürgerhauses ist der treppenförmige Giebel, der auf den ersten Blick an die Front einer Kirche erinnert. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts siedelte sich dort eine Gastwirtschaft an. Nach der komplexen Restaurierung des Gebäudes im Jahr 1977 zog ebenfalls wieder ein Gastronomiebetrieb ein. Er wird bis heute bewirtschaftet.

Die historisch bedeutendste Kirche der Stadt ist die Nikolaikirche. Sie wurde im späten 15. Jahrhundert im Stil der Spätgotik fertiggestellt. Die einstigen Dachgewölbe sind leider nicht mehr erhalten, denn sie mussten im Jahr 1703 nach schweren Sturmschäden ersetzt werden. Im Inventar der Nikolaikirche finden sich zahlreiche sehenswerte Exponate, die nach den Bombenschäden des II. Weltkriegs aus den Ruinen der Kirchen St. Marien und St. Georgen gerettet werden konnten.